PM 2011-187: Wolfs-Anhörung – Experten einig, dass Wölfe weiterhin streng zu schützen sind
Die von der GRÜNEN-Fraktion beantragte Landtags-Anhörung zur von der Staatsregierung geplanten Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht, ergab heute ein selten eindeutiges Ergebnis.
Die Experten waren sich einig, dass die lausitz-westpolnische Wolfspopulation in der Lausitz noch nicht groß genug und darum weiterhin streng zu schützen ist.
Die von der GRÜNEN-Fraktion benannte Sachverständige Heidrun Heidecke, Leiterin des Bereichs Naturschutzpolitik und -koordination beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), betonte, dass die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gegen das europäische Naturschutzrecht verstößt.
Die Sachverständigen legten dar, dass die Aufnahme in das Jagdrecht den Schutz des Wolfes nicht verbessern, aber zu unnötigem Kompetenzgerangel führen würde.
Johannes Lichdi, naturschutzpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion, fordert die Staatsregierung auf, ihre Pläne aufzugeben.
"Umweltminister Frank Kupfer sollte sich stattdessen für die Aufstellung eines gemeinsamen Management-Plans mit der polnischen Seite für die gemeinsame Wolfspopulation engagieren. Die sächsischen Regionen, in die der Wolf derzeit einwandert, müssen besser darauf vorbereitet werden."
» Antrag "Wölfe in Sachsen" (Drs 5/5525)
» Stellungnahme der Staatsregierung zum Antrag