PM 2010-134: Kupfer-Besuch bei sächsischen Imkern ist „längst überfällig“
Als "längst überfallig" kommentiert Michael Weichert, agrarpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion, den heutigen Besuch des sächsischen Agrarministers Frank Kupfer mit einheimischen Imkern zur deren Lage nach dem harten Winter und zahllosen Verlusten von Bienenvölkern.
"Eine Aufstockung der Imkereiförderung von 250.000 auf 280.000 Euro ist nur ein kleiner Klecks in einen leeren Honigtopf, wenn dem Minister nicht auffällt, dass die von ihm propagierte Form der industriellen Landbewirtschaftung an den Problemen der Bienenzüchter mit Schuld ist."
"Die von Minister Kupfer immer wieder propagierte ‚friedliche Koexistenz‘ von Agro-Gentechnik und gentechnikfreier Produktion ist eben nicht möglich. Das Urteil des Augsburger Verwaltungsgerichts (vom 30. Mai 2008) hat gezeigt, dass Imker Honig, in dem Spuren von genveränderten Maispollen nachgewiesen wurden, auf eigene Kosten als Sondermüll vernichten müssen. Die Haltung der Staatsregierung zur Agro-Gentechnik geht an der Lebenswirklichkeit der Imker vorbei."