PM 2007-14: GRÜNE kritisieren Kormoranverordnung als unzureichend
Einzelfallregelung hat sich als tragfähiger Kompromiss erwiesen
Johannes Lichdi, umweltpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion, kritisiert die vom Kabinett beschlossene Kormoranverordnung scharf: „Der Kormoran war schon einmal fast ausgerottet. Wer kontrolliert bei einer generellen Abschussfreigabe, dass die Kormorane tatsächlich nur durch den Abschuss einzelner Vögel vertrieben werden?“
„Die von Umweltminister Tillich geplanten Einschränkungen zum Schutz der Tiere sind völlig unzureichend“, so Lichdi. „Die bisherige Praxis der Einzelfallregelungen mit über 1000 Abschüssen pro Jahr hat sich hingegen als tragfähiger Kompromiss zwischen Berufsfischern und Vogelschutz erwiesen.“
„Die Gefährdung bestimmter Fischarten in Fließgewässern durch Kormorane, die gerade Hobby-Angler gern anführen, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen“, so der Umweltpolitiker. „Der starke Rückgang verschiedener Fischpopulationen ist vielmehr auf Eingriffe des Menschen zurückzuführen.“