Michael Weichert: Tun Sie dem Handwerk etwas Gutes und reduzieren Sie die Verwaltungsgebühren bei der SAB
Es gilt das gesprochene Wort!
(…) Lassen Sie mich (…) auf den Punkt Existenzgründung und Finanzierung insbesondere im Bereich Mikrodarlehen eingehen. Die Anhörung im Finanzausschuss und auch die Debatte im Wirtschaftsausschuss haben ja zu Tage gefördert, dass bei der Abwicklung des Mikrokredit-Programms durch die SAB einiges im Argen liegt. Der Kollege Dr. Schmalfuß hat mit seiner Kleinen Anfrage den Finger tief in die bürokratische Wunde gelegt.
Sehr geehrter Herr Staatsminister Jurk, im Wirtschaftsausschuss am 2. Juni haben Sie auf meine Frage nach den Kosten der Darlehensvergabe bei den Mikrokrediten geantwortet, sie betrügen bei der Kreditvergabe 1.100 Euro. Und dann fuhren Sie in laut Protokoll fort: Zitat Staatsminister Jurk:
„Insgesamt kostet ein Mikrodarlehn 1.300 Euro im Jahr.“
Zitatende. Ich wiederhole: 1.300 Euro im Jahr.
Bei einer durchschnittlichen Darlehenshöhe von 10.000 Euro und einer Laufzeit von vier Jahren nimmt die SAB 5.200 Euro an Verwaltungsgebühren. Mehr als 50% der Darlehnssumme – und das bei einer Bank, die keinerlei Ausfallrisiko trägt.
Herr Minister Jurk: Wenn Sie dem sächsischen Handwerk etwas Gutes tun wollen, dann sorgen Sie schnellstens dafür, dass dieses Verfahren besser heute als morgen abgestellt wird und dieses Geld dem Handwerk zugute kommt – nicht der SAB. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (…)
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weichert_2006-06-21_slt52_top5.pdf